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> Wenn's beim Farbenkauf zu bunt wird.
Frankfurt am Main, 27.07.2005
Farbe ist nicht gleich Farbe – diese Erfahrung macht wohl jeder Hobbymaler
spätestens dann, wenn er vor der Vielfalt an Farben und Lacken in einem
Baumarktregal steht. Welches Anstrichmittel ist nur für den eigenen Zweck
das richtige und woran erkenne ich, dass ein Produkt später bei der Verarbeitung
auch hält, was es auf dem Gebinde verspricht?
Europäische Norm urteilt zuverlässig
Licht ins Farbendunkel bringt die Europäische Norm
EN 13 300. Sie beurteilt Dispersionsfarben nach den Kriterien
Reinigungsfähigkeit, Deckkraft und Reichweite und teilt
sie in verschiedene Qualitätskategorien ein. Wer lange Freude
an den Wänden stark beanspruchter Räume haben möchte,
sollte auf die Reinigungsfähigkeit („Nassabriebsbeständigkeit“)
der Farbe achten. Diese unterteilt die EN 13 300 in fünf
Klassen. Wände, die hin und wieder mal feucht abgewischt
werden müssen, sollten mindestens mit einer Farbe der Klasse
drei gestrichen sein; richtig robust sind nur die Klassen eins
bis zwei. Diese halten auch ohne weiteres eine Behandlung mit
dem Küchenschwamm aus. Farben, die sich in den Klassen vier
bis fünf wieder finden, sind in punkto Reinigungsfähigkeit
nicht zu empfehlen.
Wer diese mit einem feuchten Tuch bearbeitet, wischt damit meist
die
gesamte Farbe von der Wand.
Das A und O jeder Farbe: die Deckkraft
Ob an stark beanspruchten Wänden oder nicht: Die
Deckkraft ist auf jeden Fall ein wichtiges Merkmal von Qualitätsprodukten.
Denn je besser eine Farbe deckt, umso geringer ist der Arbeitsaufwand.
Bei hochwertigen Produkten erreicht man durch einen Anstrich
bereits ein optimales Streichergebnis, während sonst mehrere
Aufträge nötig sind. Die Norm EN 13 300 beurteilt hier
in vier Kategorien: Sehr gut decken die Farben der Klasse eins
(zu 99,5 % oder mehr). Und noch ein weiterer Punkt ist durch
EN 13 300 garantiert: Die erreichte Deckkraft bezieht sich immer
auf die auf dem Eimer angegebene Reichweite und gewährleistet,
dass man die versprochenen Quadratmeter im optimalen Streichergebnis
erhält.
Wer sich also die Lust am Renovieren nicht verderben lassen
will, sollte beim nächsten Farbenkauf auf die Europäische
Norm achten. Ihr Qualitätsurteil findet sich auf einem Etikett
am Gebinde wieder. Sollte es fehlen, kann man davon ausgehen,
dass die Farbe nicht hält, was sie verspricht.
Ausführliche Informationen über die Europäische
Norm und vieles mehr rund ums Streichen bietet das Paint Quality
Institute im Internet unter www.farbqualitaet.de.
437 Wörter/ 2.911 Zeichen. Bei Abdruck freuen wir uns über
einen Beleg.
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