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2004 > Platz
für Fantasie
Weiße Wände haben ausgedient:
Kreative Streichtechniken bringen Farbe und Struktur in jedes
Zimmer
Frankfurt am Main, Oktober 2004.
Glatte weiße Wände wirken oft langweilig. Dabei bieten sie als
größte Flächen im Haus nicht nur für Tapeten-Liebhaber eine Menge
Gestaltungsspielraum. Auch mit dem Pinsel kann man seiner Fantasie
von elegant bis frech in Farben, Mustern oder Struktur freien
Lauf lassen.
Für Atmosphäre sorgt zum Beispiel eine Kombination
von Gelb, Blau und Coralle, die in einer speziellen Kreuztechnik
aufgetragen wird. Gelb dient in diesem Fall als Basisfarbe, auf
die die beiden anderen Lasuren in mehreren großen Rechtecken (Kassetten)
gestrichen werden.
Dies hat den Vorteil, dass der Raum stimmungsvoll, aber nicht
überladen wirkt. Die gelben Unterbrechungen zwischen den einzelnen
Kassetten geben ein Gefühl von Weite. Die blaue
Lasur ist in diesem Fall zwar selbst angemischt, kann aber natürlich
auch fertig im Baumarkt gekauft werden.
| Materialliste:
Für den Untergrund:
2,5 l Latexfarbe, gelb, Seidenglanz (reicht
für eine Fläche von 2,50 m
x 8 m) Farbton kann in vielen Baumärkten auch speziell angemischt
werden
Farbroller
Für die Kassetten:
aus dem Farbenfachgeschäft:
100 g Pigmente, blau
100 g Pigmente, weiß
ein Spritzer Acrylatverdicker (im 250 ml-Gebinde
erhältlich)
er Rein-Acrylat Bindemittel
aus dem Farbenfachgeschäft oder Baumarkt:
eine fertige Lasur, Farbton Coralle
ein bis zwei Farbwannen
ein Pinsel (Flächenstreicher)
ein kleiner Pinsel zum Anrühren und Ausprobieren
Malerkreppband, ca. 3 cm breit
Abdeckfolie
Zeitaufwand: ca. 8 Stunden (bei einer
Fläche von 4 m X 2,50 m) |
Zunächst Boden mit Abdeckfolie auslegen und diese
mit Klebeband fixieren. Latexfarbe auf den Untergrund rollen und
gut trocknen lassen (am besten über Nacht).
Herstellung der Lasur
Je 3 bis 5 Teelöffel Pigment in zwei alte Marmeladengläser
geben, mit Wasser gut bedecken und umrühren. Bei Klumpenbildung
einige Spritzer Brennspiritus hinzugeben und so lange rühren,
bis sich die Klümpchen auflösen. Nun wird das blaue Pigment in
eine Farbwanne geschüttet und so lange mit dem weißen angemischt,
bis der Farbton die erwünschte Helligkeit hat.
0,33 Liter Rein-Acrylat Bindemittel mit 0,66 Liter
Wasser anmischen und hinzugeben. Farbton mit einem kleinen Pinsel
auf einem Stück Papier testen und eventuell noch mit weißem Pigment
nachmischen. Zuletzt einen Spritzer Acrylatverdicker hinzugeben.
Auftrag der Lasuren in Kassettentechnik
Kassetten-Rechtecke im gewünschten Maß mit Bleistift
auf die Wand skizzieren und mit Kreppband abkleben. DenFlächenstreicher
leicht in die blaue Lasur tauchen und abtupfen. Farbe immer abwechselnd
von links nach rechts auftragen, so dass nebeneinander Kreuze
entstehen. Um hier den richtigen Rhythmus zu finden, empfiehlt
es sich, das Kreuzverfahren vorher auf einem großen Blatt Papier
auszuprobieren. Perfektionismus ist allerdings nicht notwendig.
Das Muster bekommt durch kleinere Unebenheiten erst seinen Charme.
Farbschicht kurz trocknen lassen.
Für den zweiten Auftrag wird die Lasur mit zusätzlichem
weißem Pigment aufgehellt und in der gleichen Technik aufgetragen.
Die dritte und letzte Schicht geschieht im Coralle-Farbton.
Das Finishing erfolgt nicht ganzflächig, sondern wird unregelmäßig
aufgetragen und gibt so den letzten Pfiff: Lasur in zwei Kreuzen
übereinander streichen, so dass sich kleine Kreise ergeben.
Fertig: Nun kann das Klebeband vorsichtig abgezogen
werden. Sollte ein wenig Lasur unter die Markierung geraten sein
- gut trocknen lassen und mit einem kleinen Pinsel und der Untergrundfarbe
vorsichtig ausbessern.
Diese und andere kreative Techniken gibt es zum
Nachmachen auch im Internet unter www.farbqualitaet.de,
den Websites des Paint Quality Institute.
650 Wörter/4.804 Zeichen.
Bildmaterial:
Bildunterschrift:
Wandgestaltung mit persönlicher Note: Eine detaillierte Anleitung
zur Kassettenwand steht unter www.farbqualitaet.de. Auf der
Website des Paint Quality Institute gibt's außerdem viele
weitere Deko-Ideen und Tipps rund ums Thema Farbe. |
Kontakt:
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