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Neue EU-Richtlinie verschärft Grenzwerte für Lösemittel
PQI:
Wasserlösliche Systeme bestehen Qualitätstest
Frankfurt am Main, 24. Januar 2006.
Frankfurt am Main, 24. Januar 2006. In der europäischen Farben- und
Lackindustrie
dürfte es in der nächsten Zeit einige Bewegung geben.
Denn zum 01. Januar 2007
greift die erste Stufe einer neuen EU-Richtlinie
zur Schadstoffreduzierung in
Farben, Lacken und Lasuren. Auch für die
deutsche DIY-Branche ist dieses Thema
interessant, da die Umsetzung der
Richtlinie in nationales Recht Auswirkungen auf die Sortimentsgestaltung
der Baumärkte hat: Bis zur zweiten Stufe im Jahr 2010 werden lösemittelhaltige
Anstrichmittel wohl weitgehend vom Markt verschwunden sein.
Das Paint Quality
Institute (PQI) sieht in dieser Entwicklung Vorteile für Verbraucher.
Handlungsbedarf erkennt Ludger Küper vom Paint Quality
Institute weniger
bei den Dispersionsfarben als im Produktbereich Lacke
und Lasuren.
"Wasserlösliche Qualitätsfarben haben bei den Verbrauchern
seit langem
schon Priorität. Wer renoviert, greift lieber zur umweltfreundlichen,
eruchsarmen
Variante mit dem Blauen Engel. Schon der eigenen Gesundheit zuliebe.
" Dieser Trend setzt sich auch im Bereich der Lacke und Lasuren fort.
Längst
haben wasserbasierte Acryllacke einen festen Platz im Produktportfolio
der Baumärkte eingenommen, die in Punkto Qualität und Langlebigkeit den
Lösemittelhaltigen in nichts nachstehen. Unterstützt wird die Aussage
durch
aktuelle Testergebnisse der Bewitterungsstation des Paint Quality
Institutes
in Südfrankreich. "Seit über einem Jahr testen wir in Puget
henier über 50
verschiedene Lacke, Farben und Lasuren. Darunter finden
sich Fachhandelsmarken
ebenso wie Produkte aus dem Baumarkt", beschreibt
Küper das Vorhaben.
"Alle Produkte sind den gleichen klimatischen Bedingungen
ausgesetzt,
d.h. Niederschlag, Temperaturschwankungen und sonstigen U
mwelteinflüssen.
" Ziel ist ein direkter Vergleich sowie die Dokumentation
der Haltbarkeit bzw.
der Veränderung der Eigenschaften von wasserlöslichen
und lösemittelhaltigen
Anstrichmitteln unter extremen Bedingungen.
Die Auswertung dieser Ergebnisse
gibt gerade vor dem Hintergrund der
neuen EU-Richtlinie wichtige Hinweise für
Produzenten, Verbraucher und Händler.
Konsequenzen für Handel und Industrie
Betroffen von der aktuellen Umwelt-Richtlinie sind
in erster Linie Hersteller und
Zulieferer der Farben- und Lackindustrie.
Diese müssen die neuen Grenzwerte in der Produktentwicklung
berücksichtigen. Bei Nichteinhalten der gesetzlichen Bestimmungen
drohen Sanktionen. Weiterhin besteht künftig eine Kennzeichnungspflicht.
Auf den Produktetiketten müssen die entsprechenden Grenzwerte
sowie der maximale VOC-Gehalt (Schadstoffe einschließlich
flüchtiger organischer Verbindungen) des gebrauchsfertigen
Produkts in Gramm/Liter angegeben werden. Da viele Baumarktunternehmen
mit dem
Angebot von Eigenmarken ebenfalls auf Herstellerseite
zu sehen sind, stehen auch sie in der Pflicht. „Aus der
Tatsache, dass in Deutschland die Auflagen im Umweltschutz in
der Regel
höher sind als bei den meisten europäischen
Nachbarn, könnte sich für deutsche Unternehmen
ein
Wettbewerbsvorsprung auf dem europäischen Markt ergeben“,
beurteilt Küper die Auswirkungen der so genannten Deco Paint
Richtlinie. Denn mit den nun gesetzlich
festgelegten Schadstoffgrenzwerten
und deren Angleichung auf europäischer Ebene
werden künftig
Wettbewerbsverzerrungen vermieden. Nun heißt es für
die Unternehmen
der DIY-Branche, ihr Engagement bei der Herstellung
und im Angebot von wasserlöslichen
Farben- und Lacksystemen
zu verstärken, um bis 2010 wettbewerbsfähig zu sein.
459 Wörter/ 3.591 Zeichen/ Fotonachweis: www.farbqualitaet.de
Text und Bilder stehen zum Download im Internet: www.rot-pr.de
Bei Abdruck freuen wir uns über einen Beleg.
Grenzwerte für den VOC-Höchstgehalt
von Farben und Lacken
Quelle: Amtsblatt der Europäischen Union vom
30.04.2004, Richtlinie 2004/42/EG des europäischen Parlaments
und des Rates vom 21. April 2004
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Produktunterkategorie |
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Typ |
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Stufe
I (g/l
(*(ab 1.1.2007) |
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|
Stufe
II (g/l
(*(ab 1.1.2010) |
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Innenanstriche
für Wände und Decken (matt) (Glanz <25@60°)
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Wb
Lb |
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75
400 |
|
|
|
30
30 |
Innenanstriche
für Wände und Decken (glänzend) (Glanz >25@60°)
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Wb
Lb |
150
400 |
100
100 |
Außenanstriche
für Wände aus Mineralsubstrat
|
Wb
Lb |
75
450 |
40
430 |
Holz- und
Metallfarben für Gebäudedekorationen und -verkleidungen
(Innen und Außen)
|
Wb
Lb |
150
400 |
130
300 |
Lacke und Holzbeizen
für Gebäudedekorationen (Innen und Außen),
einschließlich deckender Holzbeizen
|
Wb
Lb |
150
500 |
130
400 |
Holzbeizen
mit Mindestschichtdicke (Innen und Außen)
|
Wb
Lb |
150
700 |
130
700 |
Grundierungen
|
Wb
Lb
|
50
450 |
30
350 |
Bindende Grundierungen
|
Wb
Lb
|
50
750 |
30
750 |
Einkomponenten-Speziallacke
|
Wb
Lb
|
140
600 |
140
500 |
Zweikomponenten-Reaktionslacke
für bestimmte Verwendungszwecke
wie die Bodenbehandlung
|
Wb
Lb
|
140
550 |
140
500 |
Multicolorlacke
|
Wb
Lb
|
150
400 |
100
100 |
Lacke für
Dekorationseffekte
|
Wb
Lb |
300
500 |
200
200 |
|
(*)
g/l gebrauchsfertig |
Pressekontakt:
rot. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tine Mauelshagen
Hausdorffstr. 69, 53129 Bonn, www.rot-pr.de
Tel.: +49 (0) 228 - 249 66 30, Fax: +49 (0) 228 - 249 66 43,
t.mauelshagen@rot-pr.de
Leserkontakt:
Rohm and Haas Deutschland GmbH, Paint Quality Institute
In der Kron 4, 60489 Frankfurt am Main, www.farbqualitaet.de
Tel. 069 / 78 99 61 65, Fax 069 / 78 99 61 64, lkueper@rohmhaas.com
Bildmaterial:
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