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Maserieren ist eine Technik zur Simulierung einer dreidimensionalen, gemaserten Holzoberfläche auf glatten Möbeln oder ebenen Flächen.

In diesem Beispiel wird ein Tisch gestrichen, und zwar mit einem blassen, salbeigrünen Grundton, der danach mit einer weißen Farbe überstrichen wird. Dabei wird von unten nach oben gearbeitet, d.h. von den Tischbeinen aufwärts bis zur Tischoberfläche. Da Sie für diesen Effekt nur wenig Farbe brauchen, ist er ideal zum Aufbrauchen von Farbresten.

REZEPTUR: Siehe ("wie Lasur für normale Farben angemischt wird")
WAS SIE BRAUCHEN: Gefäß zum Anmischen der Farbe - Großer weicher Pinsel - Maserwerkzeug - Lasur für normale Farben - Dispersionsfarbe für den Grundton - Dispersionsfarbe für die Lasur - altes Geschirrtuch – Folie zum Abdecken des Fußbodens.
TECHNISCHES KÖNNEN *: 1 Stern
* 1 Stern = extrem leicht, 5 Sterne = nicht so einfach
ZEITAUFWAND: Für einen Anfänger 5 Minuten, um den Effekt zu beherrschen. Eine Stunde, um einen ganzen Tisch fertig zu streichen.
GEEIGNETE BEREICHE: Kleinere Bereiche. Abgenutzte Möbel können so wieder verschönert werden. Manche Flurwände haben im unteren Bereich einen Schutzanstrich, der oben durch eine Sockelleiste abgeschlossen ist. Auch hier ist der Effekt gut geeignet. Arbeiten Sie von oben nach unten.

TECHNIK

Schritt 1: Tragen Sie als Grundton eine salbeigrüne Acrylatdispersion auf und lassen Sie diese über Nacht gründlich trocknen.

Schritt 2: Bereiten Sie die Lasur in dem Farbton Ihrer Wahl zu. Dazu mischen Sie in einem Gefäß ein Drittel einer weißen Acrylatdispersion mit zwei Dritteln der Lasur für normale Farben.

Schritt 3: Tragen Sie die Lasur in der Richtung auf, in der die Holzmaserung verlaufen soll. Streichen Sie mit der Mischung jeweils eine ganze Fläche.

Schritt 4: Ziehen Sie das Maserwerkzeug über die Fläche, wobei leichte Hin- und Herbewegungen (bzw. vor und zurück) vollführt werden. Bei jeder dieser Bewegungen wird ein "Knoten" im Holz erzeugt.

Schritt 5: Nach jedem Durchgang wischen Sie das Maserwerkzeug mit einem alten Lappen oder Geschirrtuch ab und wiederholen den Vorgang, bis die gesamte Fläche bearbeitet ist.

Schritt 6: Wie bei allen Farbeffekten empfiehlt es sich, die Oberfläche zu schützen, und zwar durch mindestens zwei Schichten eines hochqualitativen seidenmatten Acryl-Klarlacks auf Wasserbasis.

TIPP: Wenn Möbel gestrichen werden sollen, ist es ratsam, zuerst die Tischoberfläche mit dem Effekt zu versehen und zu warten, bis die Farbe getrocknet ist, bevor darunter gestrichen wird. Das Gleiche gilt für die Tischbeine: Streichen Sie zuerst die beiden gegenüberliegenden Seiten eines Beins. Erst nach dem Trocknen des Überzugs streichen Sie die beiden anderen gegenüberliegenden Seiten.

Wenn Sie einmal einem Fehler gemacht haben, dann ist das kein Problem - verstreichen Sie einfach die Lasur und versuchen Sie es noch einmal.

Der schwierigste Teil besteht darin, richtig abzuschätzen, wieviel Farbe auf die Oberfläche aufzutragen ist.

Bei zu wenig Farbe wird der erzielte Effekt vielleicht nicht stark genug sein, während sich bei zu viel Farbe das Maserwerkzeug schnell zusetzt und ein verschmiertes Maserungsmuster ergibt.

Nehmen Sie für ein traditionelleres Aussehen ein Pigmentkonzentrat im mittleren Eichenholzton. Das Ergebnis ist markanter und verändert schon durch den Farbton völlig das Aussehen des Farbeffekts. Dieser gestrichene Holzmaserungseffekt wirkt sehr gut im unteren Bereich der Wand unterhalb der Sockelleiste zur Simulierung von natürlich gebeiztem Eichenholz.

Befolgen Sie die für das Maserieren angegebenen Arbeitsschritte, um diesen Eichenholzeffekt zu erzielen.


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