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Die Kammtechnik ist eine Methode, die schnell und einfach zu beherrschen ist und tolle Ergebnisse bringt. Unterschiedliche Kämme erzeugen unterschiedliche Effekte und sind aus Metall, Pappe oder Gummi erhältlich. Wenn Sie Ihren eigenen Kamm aus Pappe herstellen wollen, nehmen Sie Karton und schneiden Sie kIeine Kerben in eine Seite. Bedenken Sie aber, dass Sie für die gesamte Fläche wohl mehrere Kämme brauchen werden, da die Pappe irgendwann durchnässt ist und ausgetauscht werden muss.

In diesem Beispiel werden wir Kämme aus Gummi verwenden. Die Kombination aus senkrechten Pinselfurchen und den Spuren, die waagerecht mit dem Kamm in der Lasur erzeugt werden, ergeben einen dramatischen Moiré-Effekt an den Schnittpunkten der gekämmten Linien, die sich so überkreuzen, dass ein dreidimensionaler Effekt entsteht.

REZEPTUR: Siehe ("wie Lasur für normale Farben angemischt wird")
SIE BRAUCHEN: Lasur für normale Farben – 2 blaue Probetöpfe – weiße Dispersion für den Grundton – Gummikamm – Leiter - Gefäß zum Anmischen – einen großen weichen 4"-Pinsel (10 cm) – Malerband – Lack - zweite Person
TECHNISCHES KÖNNEN *: 2 Sterne
* 1 Stern = extrem leicht, 5 Sterne = nicht so einfach
ZEITAUFWAND: Für eine 1 x 3m große Wand ca. 2 Std.
GEEIGNETE BEREICHE: Eignet sich für kleine, schmale Wände, wo der Kamm in einem Zug über die gesamte Wandbreite gezogen werden kann. Bei größeren Wänden ist es schwieriger, sichtbare Ansätze zu vermeiden.

TECHNIK

Schritt 1: Zunächst werden die Fußleisten, Seitenwände und Decke mit Malerband abgedeckt. Dies ist notwendig, weil Sie die Lasur zügig auftragen und bearbeiten müssen, bevor sie trocknet.

Schritt 2: Streichen Sie die weiße Acrylatdispersion als Grundton auf und lassen Sie diese vollkommen trocknen.

Schritt 3: Bereiten Sie die Acrylat-Lasur für normale Farben zu, indem Sie den Inhalt eines blauen Probetopfs mit 2 Teilen der Lasur für normale Farben mischen und dann gründlich rühren.

Schritt 4: Dieser Arbeitsschritt wird am besten von zwei Personen durchgeführt, die beide die blaue Lasur auftragen. Es ist nicht möglich, die ganze Länge der Wand in einem Zug zu streichen. Streichen Sie zuerst soweit wie möglich senkrecht von der Decke nach unten und dann vom Boden nach oben, wobei die Pinselfurchen an den Ansatzstellen in der Mitte verstrichen werden. Wenn Sie eine Wand begonnen haben, muss sie auch fertiggestrichen werden, sonst bleibt am Ende eine unschöne Ansatzlinie zu sehen.

Schritt 5: Führen Sie den Gummikamm sofort über die nasse Lasur, und zwar in weichen schwungvollen Bewegungen, die sich ab und zu überschneiden. Die in Schritt 3 dieses Abschnitts vorgeschlagene Lasurmischung sollte genügend verdünnt werden, sodass der hell gestrichene Untergrund an den ungekämmten Bereichen durch die Dispersionslasur durchscheinen kann.

Wenn Sie einen unregelmäßigen Kamm benutzen, ergibt sich ein 3D-Effekt, so wie er hier dargestellt ist. Dieser eignet sich gut für kleinere Bereiche und im unteren Bereich der Wand, der nach oben durch eine Sockelleiste abgeschlossen wird.

Wiederholen Sie diesen Vorgang, bis die gesamte Fläche bearbeitet ist. Wenn Sie einen Fehler gemacht haben, verstreichen Sie die Stelle einfach mit einem Pinsel. Sie brauchen dabei nicht mehr Farbe aufzutragen, einfach mit dem Pinsel darübergehen.

TIPP: Manchmal ist es schwierig, den Kamm gerade zu halten. Hier können Atemtechniken helfen, um gerade Linien zu erzielen. Atmen Sie normal ein und langsam aus, während Sie den Kamm an der Wand herabführen. Sie erzielen dadurch eine gerade Linie - ehrlich!


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